Infrastruktur_Natursteine_HH_U5
Engagement

Leuchtturmprojekt für die Elbmetropole.

Der Bau der neuen U-Bahn-Linie 5 gilt als wegweisendes Vorhaben der Mobilitätswende in der Hansestadt Hamburg. Die für die Baulogistik wichtigen Betonsplitte liefern zwei Steinbrüche der Norddeutschen Naturstein GmbH an das Unternehmen GODEL-Beton GmbH aus Stuttgart – klimafreundlich per Bahn.

Mit einem Streckennetz von 25 Kilometern Länge, das in bis zu 40 Metern Tiefe die Hamburger City durchquert, ist die U5 das größte urbane Infrastrukturprojekt Deutschlands. Seit September 2022 im Bau, soll die Linie bis Ende der 2030er Jahre an Netz gehen und dann das Rückgrat eines nachhaltigen öffentlichen Nahverkehrs bilden – vollautomatisch und zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben.

Der Klimaschutz spielt nicht nur in der künftigen Nutzungsphase eine zentrale Rolle. Schon beim Bau stehen die Zeichen auf Energie- und Ressourceneffizienz. Erstmals bei einem Projekt dieser Größenordnung werden Treibhausgasemissionen entlang der kompletten Lieferkette ermittelt und klimafreundliche Prozesse und Baustoffe als wesentliches Bewertungskriterium berücksichtigt. So vergibt die Hamburger Hochbahn AG Aufträge ausschließlich an nachhaltig agierende Unternehmen, die sich zum Einsatz umweltschonend hergestellter Baustoffe verpflichtet haben.

 

Zug um Zug weniger CO2-Emissionen

Dank ihrer überzeugenden Ökobilanz gehört die Norddeutsche Naturstein GmbH des Geschäftsbereichs Natursteine zu den ausgewählten Projektpartnern. Die Hartsteinwerke Flechtingen und Dönstedt bei Magdeburg liefern bis zum Jahr 2030 in mehreren Etappen insgesamt rund 550.000 Tonnen Betonsplitte. Beide Standorte verfügen über eigene Verladebahnhöfe, an denen die Baustoffe in hochmoderne Selbstentladewaggons geladen werden, diese wiederum werden von einer Hybridlokomotive neuester Generation nach Hamburg gefahren. Die sechsachsige, für den Schwerlastgüterverkehr konzipierte Hybridlokomotive mit einer Leistung von 6.150 kW unter Strom und 2.800 kW im Dieselbetrieb, schaltet automatisch vom Diesel- auf Elektrobetrieb um und wird auf der elektrifizierten Hauptstrecke mit Strom gespeist. An den Zielbahnhöfen – dem Baustoffterminal Hamburg sowie dem Hansaport – entlädt der Zug rund 24.000 Tonnen bei fünf Rundläufen pro Woche die Gesteine automatisch über ein im Zug integriertes Bandsystem in entsprechende Lagerboxen. Bis zu 3.000 Tonnen Betonsplitte werden wöchentlich an drei mobile Transportbetonanlagen zur Weitverarbeitung auf die Baustelle transportiert. Pro Fahrt spart die Hybridlok gegenüber einer Diesellok rund 3.000 Liter Kraftstoff und umgerechnet 7.900 kg CO2-Emissionen ein – ein messbarer Beitrag zur klimafreundlichen Bauweise der neuen U-Bahn-Linie und ein wichtiger Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Tiefbau.

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